Förderbereich Geistige Entwicklung

Definition

Sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern im Bildungsgang Geistige Entwicklung berücksichtigt in einer umfassenden Erziehung und Unterrichtung alle Entwicklungsbereiche der Kinder und Jugendlichen. Für eine aktive Lebensgestaltung und Alltagsbewältigung und für ein Leben in größtmöglicher Selbständigkeit sowie Selbstbestimmung, sind eine individualisierte Förderung und spezielle Lern- und Eingliederungsangebote erforderlich.

Kinder und Jugendliche mit dem Anspruch auf eine Beschulung nach den Rahmenrichtlinien des Bildungsganges geistige Entwicklung zeigen unterschiedliche Erscheinungsbilder in den verschiedenen Entwicklungsbereichen. Sie benötigen besondere Hilfen bei der Unterstützung zur selbstregulierten Lebensführung und bei der Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Die Anregung von Lernprozessen geschieht unter Berücksichtigung der individuellen Persönlichkeitsentwicklung und der Förderbedürfnisse jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen. Sonderpädagogische Förderung muss deshalb an der individuellen Ausgangslage des einzelnen Kindes und Jugendlichen anknüpfen und den persönlichen Entwicklungsgegebenheiten entsprechen.

Lernbedürfnisse

Sonderpädagogische Förderung im Bildungsgang Geistige Entwicklung hat daher die Aufgabe allen Schülerinnen und Schülern Hilfen zur Entwicklung der individuell erreichbaren Fähig- und Fertigkeiten zur Verfügung zu stellen. Hierbei müssen Körpererfahrungen erlernt und erweitert werden, Körperfunktionen beherrscht und senso- sowie psychomotorische Fähig- und Fertigkeiten ausgebildet werden. Ein Unterrichtssetting herzustellen, das dies berücksichtigt, ist zentrale Aufgabe der multiprofessionellen Teams. Förderschullehrkräfte des REBUS-Teams schaffen in Kooperation mit den Klassenlehrkräften durch gezielte, inklusive Förderung den individuellen Aufbau von Partizipation, Wahrnehmung, Konzentration und Merkfähigkeit, Vorstellungen, Kreativität, Denken und Kommunikation.

Diagnostik

Für die Feststellung des Förderbedarfs im Bildungsgang Geistige Entwicklung, hat der Hochtaunuskreis ein valides Vorgehen entwickeln können. Durch geschulte Mitglieder wird ein einheitliches Überprüfungsverfahren angewendet, so dass eine eindeutige Identifizierung des benötigten Bildungsganges gerechtfertigt werden kann. Die beiden Säulen auf denen diese Diagnostik fußt, bilden sich durch kognitive und sozialadaptive Fähigkeiten ab.